Zunächst gehört zu einer Unternehmensgründung der unbedingte Wille zum Erfolg und die Bereitschaft, auch Niederlagen auf diesem Weg einstecken zu können. Natürlich ist der künftige Unternehmer ein Könner seines Faches, gleichzeitig motiviert er aber immer wieder sich selbst und seine Mitarbeiter bei auftretenden Problemen und kämpft unermüdlich gegen alle Stolpersteine auf dem Weg der Selbstverwirklichung. Er muss seine Idee beharrlich gegenüber Banken und Behörden verteidigen oder den Druck durch Mitbewerber standhalten können. Für einen Unternehmer sind 50 bis 60 Arbeitsstunden, sowie der Verzicht auf ein freies Wochenende oder gar Urlaub das durchaus Normale. Dieses Arbeitsbelastung muss auch von einer Familie oder einer Partnerschaft mit getragen werden, Geduld und Ausdauer sollten die hervorstechenden Eigenschaften eines Existenzgründers sein. Der zukünftige Unternehmer benötigt vor allem Optimismus und Durchsetzungsvermögen, muss er doch sein Unternehmenskonzept gegen alle möglichen Widrigkeiten durchsetzen. Nur wer bereit ist, diese Belastungen auf sich zu nehmen, der wird in der Lage sein, ein solides Unternehmen aufzubauen und langfristig am Markt zu etablieren.
- Erledigt die Einkommensteuer-Erklärung 2025 mit allen Einkunftsarten. Mit Mantelbogen und allen Formularen. Daten-Übernahme aus dem Vorjahr. Kostenloser Telefonsupport und kostenlose Updates.
- WISO Steuer 2026 zeigt sofort die Erstattung oder Nachzahlung. Hunderte Steuer-Tipps, über 150 Videos mit Tipps rund um Ihre Steuererklärung. Steuer-Ratgeber für die optimale Erstattung.
- Feststellungserklärung 2025 für Erbengemeinschaften und BGB-Gesellschaften. Auch für EÜR, Umsatz- und Gewerbesteuer-Erklärung, Umsatzsteuer-Voranmeldung, Lohnsteuer-Anmeldung, Fahrtenbuch
- Schnell-Rechner für Gehalt, Abfindung, Erbschaft, Kfz-Steuer, Riester und vieles mehr. Automatischer Vergleich des Steuerbescheids mit der Programmberechnung, Musterschreiben an das Finanzamt.
- Für 64-Bit-System mit Windows 10 oder 11 und mit aktuellem Featurerelease und/oder macOS ab 12.00 ( Monterey) mit jeweils 3 GB freiem Festplattenspeicher; 4 GB freiem RAM; Grafik ab 1280 x 800; Internetzugang für ELSTER, Videos, Aktivierung und Updates. 2 GB freiem Festplattenspeicher, 2 GB verfügbarem RAM (empfohlen 3 GB). (Mac 3 bz. 4 GB) Grafik ab 1280 x 800. Internetzugang für ELSTER, Videos und Updates.
Grundlegende Voraussetzung für einen erfolgreichen Schritt in die Selbständigkeit ist eine viel versprechende Geschäftsidee. Der Unternehmer muss hinter seinem Produkt oder seiner Dienstleistung stehen. Zunächst sollte sich jeder Existenzgründer die Frage stellen: Gibt es für mein Angebot eine Nachfrage, existiert ein Bedarf? Dazu muss das grundsätzlich Neue der eigenen Geschäftsidee herausgearbeitet werden, der Unterschied zu bereits am Markt existierenden Konzepten. Diesen Unterschied gilt es dann weiter zu entwickeln. Natürlich scheint zunächst jeder Markt gesättigt. Bei genauer Marktbeobachtung lassen sich jedoch die Lücken erkennen, um die eigene Idee zu platzieren. Ideenreichtum und der Mut, neue Wege zu beschreiten, sind oft der Ausgangspunkt dafür, die eigene Geschäftsidee zu einem stabilen Unternehmen zu entwickeln. Mit diesem Konzept müssen auch Kunden gewonnen werden, die bereit sind, das neue Produkt zu erwerben oder die neue Dienstleistung zu nutzen. Jetzt sollte vor allem der konkrete Kundennutzen formuliert werden, um später das Marketing darauf ausrichten zu können.
Aus dieser ersten Idee muss dann ein belastbares Unternehmenskonzept entwickelt werden. Dieser Plan zeigt die Chancen, aber auch die Schwächen der Geschäftsidee. Hier sollen vor allem die mittel- und langfristigen Absatzmöglichkeiten realistisch untersucht werden, um das finanzielle Risiko der Refinanzierung abzuschätzen. Hilfe und Unterstützung bei der Ausarbeitung der Unternehmens- Konzeption erhält der Gründer bei den Industrie- und Handelskammern, bei Handwerkskammern oder bei unabhängigen Unternehmensberatungen. Hier können auch juristische Probleme, wie etwa Zugangsvoraussetzungen für bestimmte Berufe oder ein Meisterzwang, aber auch alle andren rechtlichen Fragen rund um eine Geschäftsgründung im Vorfeld geklärt werden. Sehr zu empfehlen ist der Besuch eines Existenzgründerseminars, welches von den IHK oder örtlichen Bildungsunternehmen teilweise sogar kostenlos angeboten wird. Eine Vielzahl neu gegründeter Unternehmen überstehen die ersten fünf Jahre ihrer Existenz nicht, fehlende betriebswirtschaftliche und unternehmerische Kenntnisse sind eine Ursache dafür. Das Unternehmenskonzept verlangen dann später beispielsweise auch Banken, die diese Idee finanzieren und mit tragen sollen. Nach diesen zunächst mehr oder weniger gedanklichen vorbereitenden Arbeiten steht die endgültige Entscheidung für eine eigene Unternehmensgründung an. Alternativen zu diesem Schritt wären eine Beteiligung an einem oder die Übernahme eines bereits bestehenden Unternehmens.
Aus einem soliden Unternehmenskonzept lässt sich ein Finanz- und Liquiditätsplan entwickeln. Die Gründung eines eigenen Unternehmens erfordert in der Regel Kapital. Ein durchdachter Finanzplan mit einer realistischen Rentabilitätsvorschau bildet die Voraussetzung für die Finanzierung der Geschäftsidee durch die Banken oder Sparkassen. Jetzt heißt es, Bankberater von der eigenen Idee zu überzeugen und für eine Finanzierung zu begeistern. Ein unabhängiger Finanz- oder Steuerberater kann hier eine wertvolle Hilfe sein. Eine Voraussetzung für die Bankfinanzierung ist die ausreichende Ausstattung mit Eigenkapital, hier helfen eigene Ersparnisse oder die Suche nach Sponsoren und anderen Geldgebern. Wer seine neue berufliche Existenz aus der Arbeitslosigkeit heraus gründet, hat unter Umständen Anspruch auf eine staatliche Existenzgründerförderung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt zinsbegünstigte Darlehen für Existenzgründer oder fördert bestimmte Projekte.
Jetzt muss der Markt genau beobachtet werden. Auch bei scheinbar gesättigten Märkten ergeben sich oft Nischen, um eine neue Geschäftsidee zu platzieren. Dabei ist die Suche nach Lieferanten genau so wichtig wie das Finden von Absatzmärkten. Aus dieser Marktbeobachtung heraus lassen sich Rückschlüsse auf die Qualitätsansprüche der potentiellen Kunden oder der anvisierten Zielgruppe und auf das in diesem Markt vorherrschende Preisniveau ziehen. Die Wettbewerber zu kennen, ist genau so wichtig, wie der Aufbau eines eigenen Vertriebssystems. Mit einem Werbe- oder Marketing- Konzept muss die neue Firma bekannt gemacht werden. Dabei ist die Zielgruppe, die mit dem Produkt oder der Dienstleistung erreicht werden soll, möglichst genau zu definieren, um die Werbung so zielgenau wie möglich gestalten zu können.
Kunden wünschen heute eine Rund- um- Betreuung von einem Partner. Kein Unternehmer ist in der Lage, alle Waren und Dienstleistungen zur Erfüllung der Kundenwünsche aus einer Hand zu bieten. Deshalb benötigt er Hilfe und Unterstützung von guten Kooperationspartnern. Diese Partner sollen das eigne Leistungsspektrum sinnvoll ergänzen, eine ähnliche Unternehmens- Philosophie verfolgen und müssen von einer aktiven Zusammenarbeit im gegenseitigen Nutzen überzeugt werden.
Vor allem im Handwerk und im Handel wird zur Verwirklichung einer viel versprechenden Geschäftsidee gut ausgebildetes und motiviertes Personal benötigt. Dazu sollte der künftige Unternehmer seinen Personalbedarf genau planen und Anforderungen an künftige Mitarbeiter formulieren. Hier hat der Unternehmensgründer die Möglichkeit, über eigene Stellenanzeigen Personal zu akquirieren, genau so sind auch die Dienstleistungsangebote der Arbeitsagentur oder privater Arbeitsvermittlungen nutzbar. Der zukünftige Arbeitgeber muss eine Vielzahl tarif-, sozial- und wettbewerbsrechtlicher Bestimmungen beachten, eine umfassende Schulung auf diesen Gebieten ist dabei unerlässlich. Ein selbständiger Handwerker oder Gewerbetreibender ist heute fachlicher Spezialist, Ein- und Verkäufer, Finanzexperte, Werbefachmann, Personalchef und noch vieles mehr in einer Person. Da er nicht auf allen Gebieten Spitze sein kann, muss er sich Rat und Unterstützung bei Handels- und Handwerkskammern, bei Berufsverbänden oder Unternehmensberatungen holen.
Diese vorbereitenden Schritte müssen in einem detaillierten Zeitplan festgehalten werden. Die Unternehmensgründung bedarf eines langen Atems, von der Idee bis zum Erhalt der Finanzierung und damit der eigentlichen Gründung vergehen nicht selten ein Jahr und mehr. Ein monatlicher Arbeitsplan, wann welcher Schritt zu gehen ist, hilft den Überblick über alle Aktivitäten zu behalten.
Nach dem alle diese Punkte vorbereitet wurden, kann der Existenzgründer an die ersten praktischen Schritte gehen. Dazu gehört die Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Gemeinde. Dazu sollte der richtige Standort gefunden werden, das muss nicht in jedem Fall der Wohnort des Unternehmers sein. Die Nähe zu den Absatzmärkten, aber auch solche Größen, wie die Höhe der Gewerbemieten, die Verkehrsanbindung oder das Lohnniveau bestimmen diese Entscheidung. Mit diesem formalen Akt beginnt dann das eigene Unternehmen zu existieren. Die Wahl der richtigen Rechtsform eines Unternehmens bedarf dabei der umfassenden Beratung durch einen professionellen Juristen oder Unternehmensberater. Die Rechtsform der neuen Firma regelt insbesondere Fragen der finanziellen Haftung aus Schulden und Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Die falsche Wahl bedeutet unter Umständen die Haftung mit dem privaten Kapital bei einem Scheitern der Existenzgründung und damit nicht selten auch der private Bankrott. Einer der ersten Schritte auf diesem Weg wird die Vergabe einer Steuernummer durch das zuständige Finanzamt sein. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollte der sich in steuerlichen Belangen unerfahrene Existenzgründer den Beistand durch einen Steuer- oder Finanzberater suchen. Gerade in dieser ersten Zeit der konkreten Gründung werden eine Reihe von Verträgen mit Lieferanten, Geschäftspartnern, Vermietern oder Geldgebern abgeschlossen. Diese Verträge sollten unbedingt schriftlich unter unter Aufsicht eines erfahrenen Juristen formuliert werden.
Als Arbeitgeber muss der Unternehmer seine Firma auch bei der Berufsgenossenschaft, sowie bei der Kranken- und Rentenkasse anmelden. Ein neu gegründetes Unternehmen bindet eine große Menge an Kapital. Eine ausreichende Versicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Personen-, Vermögens- und Sachschäden. Eine genaue Risikoanalyse hilft bei der Auswahl des optimalen Schutzes und des richtigen Versicherers.
Viele Existenzgründer und junge Unternehmer vergessen in der Gründungszeit die eigene finanzielle Vorsorge und Absicherung. Jeder Unternehmer ist von nun ab für seine Krankenkasse und Altersvorsorge selbst zuständig. Gerade junge Menschen unterschätzen die finanziellen Belastungen durch Krankheit oder im Alter, dagegen hilft der rechtzeitige und ausreichende Aufbau einer privaten Vorsorge.
In der folgenden Zeit, in der die ersten geschäftlichen Erfolge zu verzeichnen sind, sollte der Existenzgründer immer wieder sein Unternehmenskonzept sowie seinen Finanzierungsplan zur Hand nehmen und einen Soll- Ist- Vergleich vornehmen. Gegebenenfalls müssen Unternehmensziele angepasst werden. Vor allem die genaue Kontrolle der finanziellen Entwicklung des jungen Unternehmens bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Geschäftsaufbau. Jetzt muss das Unternehmen im wahrsten Sinn des Wortes geführt werden, viele einst Erfolg versprechenden Unternehmensgründungen überleben die ersten zwei bis drei Jahre aufgrund mangelnder Führung und Kontrolle nicht. Das Produkt oder die Dienstleistung bedürfen der kontinuierlichen Weiterentwicklung. Eine aussagekräftige Buchführung erfüllt nicht nur gesetzliche Pflichten, sondern ist auch die Basis für ein erfolgreiches Controlling-System. So können frühzeitig finanzielle Engpässe erkannt und die Außenstände auf einem Minimum gehalten werden.
Diese ersten Schritte einer Unternehmensgründung bilden die Grundlage für eine erfolgreiche und solide Existenz. Dabei ist es egal, ob es sich um einen kleinen Ein- Mann- Betrieb oder um eine große Firma mit Angestellten handelt, jeder Unternehmer sollte sich die dafür notwendige Zeit nehmen. Mit einer detaillierten Planung der Gründung eines Unternehmens steht und fällt der spätere Erfolg der neuen Firma. Kein zukünftiger Unternehmer sollte sich scheuen, Rat bei erfahrenen Beratern zu suchen.
0 Kommentare