Vermögensabsicherung ist wichtig, nicht erst im Alter, sondern möglichst frühzeitig sollte mit dem Aufbau von Vermögen begonnen werden. Eine Anlage ist nur dann sinnvoll, wenn sie mehr Zinsen erwirtschaftet als die derzeitige Inflationsrate beträgt. Ein vernünftiger Vermögensaufbau ist nur dann möglich, wenn das Risiko möglichst weit gestreut wird. Deswegen sollte niemals das gesamte Kapital in nur eine Anlageform gesteckt werden. Das Zauberwort heißt Diversifikation. Ein Teil des Kapitals sollte in Immobilien angelegt werden, ein Teil in Festgeld und letztendlich auch ein Teil in Aktien.
Aktien an sich sind aber deutlich risikobehafteter als andere Anlageformen und im schlimmsten Fall kann das komplette Kapital verloren gehen, beispielsweise wenn die Aktiengesellschaft Insolvenz anmeldet und dann aufgelöst wird. An diesem Punkt setzen Aktienfonds an. Diese Aktienfonds besitzen eine eigene Wertpapiernummer und der Anleger kauft Anteile an dem Aktienfond. Der Fond investiert das Kapital, das er durch den Verkauf der Anteile einnimmt, in Aktien von verschiedenen Unternehmen. Dadurch sinkt das Risiko eines Totalverlusts deutlich, weil es extrem unwahrscheinlich ist, dass alle Firmen, in die der Fond investiert, gleichzeitig aufgelöst werden. Je nachdem, wie gut die Aktien in dem Fond gestreut sind, können Aktienfonds sogar bei rückläufiger Entwicklung auf dem Finanzmarkt trotzdem noch eine ansprechende Rendite erwirtschaften.
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Ein Aktienfond wird immer von einem oder mehreren Fondsmanagern verwaltet, außerdem wird er bei einer Depotbank angelegt. Allerdings ist ein Fond immer vor einer Bankeninsolvenz geschützt, da das gesamt Fondvermögen rechtlich als Sondervermögen gilt und damit nicht in die Insolvenzmasse einer Bank fällt. Ganz uneigennützig handeln aber weder Bank noch Fondsmanager, für deren Verwaltungsarbeit wird ein Ausgabeaufschlag fällig, der bei jedem Kauf von Anteilen anfällt. Im Vergleich zu normalen Aktien sind diese Ausgabeaufschläge etwas höher.
Fondsarten
Bei Aktienfonds wird zwischen zwei verschiedenen Fondsarten unterschieden, es gibt thesaurierende und ausschüttende Fonds. Bei ersteren werden eventuelle Gewinne, die der Fond erwirtschaftet, direkt wieder in Anteile des Fonds investiert, bei den ausschüttenden Fonds bekommt der Anleger jedes Jahr eine Dividende ausgezahlt. Beide Arten unterliegen allerdings trotzdem ganz normal der Abgeltungssteuer in Höhe von 25%. Bei thesaurierenden Fonds wird die Abgeltungssteuer aber nicht sofort fällig, sondern erst bei Auszahlung der Anteile. Die Steuerlast verschiebt sich damit lediglich. Das kann unter bestimmten Umständen sogar sinnvoll sein.
Dachfonds
Dachfonds sind eine spezielle Anlageform. Bei Dachfonds handelt es sich um Fonds, die ihr Kapital in anderen Fonds anlegen. Der Vorteil von diesen Fonds ist die noch größere Risikostreuung für den Anleger, aber prinzipiell überwiegen die Nachteile dieser Anlageform. Durch die vielen verschiedenen Fonds werden insgesamt hohe Ausgabeaufschläge fällig, die sich negativ auf die Rendite auswirken. Ein Dachfonds muss deutlich mehr Gewinn erwirtschaften, um dieselbe Rendite zu erreichen wie ein normaler Aktienfond, weil mehr Kosten anfallen. Außerdem sind die Gebührenstrukturen bei vielen Dachfonds intransparent und der Kunde weiß gar nicht genau, wofür er zahlt.
Risikopotential von Fonds
Aktienfonds gibt es in verschiedenen Risikoklassen, sowohl konventionelle Fonds mit einem hohen Anteil von recht sicheren Aktienwerten, aber auch spekulative Fonds. Die richtige Auswahl ist hier wirklich wichtig, während die traditionellen Fonds zwar weniger Rendite gewähren, ist auch das Risiko von Kursverlusten deutlich geringer. Bei den spekulativen Aktienfonds ist das Verlustrisiko höher, die mögliche Rendite dafür aber auch.
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